In Gedenken an Centa Herker-Beimler

In Gedenken an Centa Herker-Beimler


Wie auch im letzten Jahr, wollen wir auch dieses Jahr den 08. Mai nutzen, um auf das Gedenken an Widerstandskämpfer*innen wieder zu beleben. Wir sehen uns in der Tradition all jener Antifaschist*innen, die in den letzten 100 Jahren gegen den Faschismus kämpften. Eine antifaschistische Erinnerungskultur ist für uns ein wichtiger Baustein, um von vereinzelten Gruppierungen wieder zu einer kontinuierlichen antifaschistischen Bewegung zu wachsen. Deshalb erinnern wir heute an : Centa Herker-Beimler, geb. 12. März 1909, gestorben 19. August 2000

Schon als 17-Jährige war die Münchner Kommunistin Centa Herker-Beimler mit den Nazis aneinander geraten. Ein Jahr später wurde sie Mitglied der KPD. Sie arbeitete ab dann als Sekretärin in der Redaktion der kommunistischen »Neue Zeitung« in München. Im Frühjahr 1933, als sie 24 war, wurde sie beim Verteilen von Flugblättern gegen die faschistische Diktatur erwischt, dafür sperrten sie die Nazis fast vier Jahre lang ein, erst in Stadelheim, dann im Konzentrationslager Moringen – so lange, bis ihr Mann, der KPD-Funktionär Hans Beimler, in Spanien im Kampf gegen Franco gefallen war. Die Witwe blieb der Gestapo verdächtig. Nach dem gescheiterten Attentat Georg Elsers auf Hitler wurde sie 1939 für vier Wochen eingesperrt. Dennoch ging sie wenig später wieder in den Widerstand.

Im Jahr 1941, nach dem Überfall auf die Sowjetunion, beschloss Centa Beimler, erneut zu handeln. Die Münchner Kommunisten mieden sie zwar, um nicht ebenfalls ins Visier der Gestapo zu geraten, so fuhr Beimler eben nach Augsburg, um Kontakte zu knüpfen und eine antifaschistische Gruppe aufzubauen. Erfolg hatte sie nicht, die Nazis sperrten sie weitere sieben Monate ein, bis ihr Arbeitgeber sie frei bekam. Daraufhin half sie 1943 Zwangsarbeitern im Kohlebergbau in Penzberg. Nach der Befreiung 1945 wurde sie hauptamtliche Funktionärin der VVN und der KPD in Bayern. Sie heiratete Hans Herker, der im KZ Dachau inhaftiert gewesen war. Centa Herker-Beimler blieb bis zu ihrem Tod am 19. August 2000 politisch aktiv.

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